Bürgerinformation am 20. April

Am 20. April 2011 fand im Mainbörnchen in Fechenheim eine Bürgerinformation des Vereins und der Bürgerinitiative Zukunft Fechenheim statt. Vorgestellt wurden die Ergebnisse der Bürgerbefragung, die federführend von Nicole M. Pfeffer konzipiert und durchgeführt wurde. Die Ergebnisse sollen wesentliche Impulse für die weitere Entwicklung des Stadtteils geben.

Zu Beginn wurde ein Film über Fechenheim, erstellt von der Stadt Frankfurt, gezeigt. Beim Klick auf den Link kann man ihn nochmals ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=zWZMOXxTYP4

Nicole M. Pfeffer führte die Zuhörer durch den mitunter recht trockenen Stoff. Zwar können die Ergebnisse der Umfrage nicht als repräsentativ betrachtet werden  – das lässt sich schon an den von der Realität abweichenden demographischen Daten der Antwortenden festmachen – aber dennoch geben sie wertvolle Hinweise darauf, wie der Stadtteil sich weiter entwickeln soll.

 

 

 

 

 

 

Das Interesse war groß…

 

 

 

 

 

Eindeutiges Ergebnis war: Fechenheim punktet als Stadtteil wegen seiner naturnahen Lage.

 

 

 

 

 

Den Menschen liegen die Natur und die Sauberkeit ihres Lebensumfeldes sehr am Herzen. Ein Pluspunkt des Staddteils aufgrund seiner Randlage am Main, um den uns andere Stadtteile beneiden.

Ganz sicher ein Punkt, der den Verantwortlichen der AllessaChemie  bei der umstrittenen Entscheidung für die Braunkohlestaubkraftwerke nicht bewußt war. Denn das Unternehmen, so ergibt es die Umfrage, ist zwar eines der bekanntesten im Stadtteil. Es ist jedoch mit großem Abstand leider auch das Unternehmen, das am häufigsten als “negativ” benannt wird.

Für die Moderatorin überraschend, aber dennoch eindeutig, kritisierten die Fechenheimer bei der Bürgerbefragung auch den seit Oktober vergangenen Jahres angestiegenen Fluglärm und die Emissionen, die mit dem verstärkten Überfliegen Fechenheims verbunden sind. Hier eine Darstellung der drei Anflüge in BR25, die Abflüge 07-N (lang), 07-N (ultralang), 07 (südostumfliegung) und die Transition UNOKO 07S als Anflug bei BR07 für die Flugzeuge, die nicht auf der Landebahn Nordwest landen dürfen (B747, A380 und MD11). Die Darstellung ist einer Veröffentlichung des Luftverkehrsexperten  Dieter Faulenbach Da Costa entnommen.

Postitive festzuhalten bleibt: Der Stadtteil Fechenheim bietet viele interessante, zukunftsweisende und moderne Arbeitsplätze, auch ausserhalb der Chemiebranche. Arbeitsplätze, die sich mit einem gesunden Lebensumfeld vereinbaren lassen. Arbeitsplätze, die für unseren Stadtteil ein nachhaltiges Wachstum sichern können.Das ist nicht nur im Video oben zu sehen, sondern das konnte Nicole M. Pfeffer auch anhand von vielen Beispielen – Automobilbranche, Großgärtnereibranche, Schneider-Handwerk etc. –  darlegen.

Dabei ist auch Fechenheim Nord zu erwähnen. Durch die Bahnlinie vom restlichen Stadtteil quasi abgeschnitten haben sich dennoch dort im Laufe der Zeit einige großartige Betriebe angesiedelt, die den Fechenheimern attraktive Arbeitsmöglichkeiten bieten. Wichtig wäre es, so hat die Bürgerbefragung ergeben, dass sich auch für diesen Teil Fechenheims zumindest eine minimale Infrastruktur bieten liesse. Ein Bäcker, eine Filialbank oder eine andere Möglichkeit, Geld abzuheben…. Und vor allem eine bessere Anbindung an Fechenheim-Süd.  Die Wunschliste ist nicht sehr exklusiv und wird sich hoffentlich in nächster Zukunft realisieren lassen.

Zum Thema Sauberkeit ergab sich im Anschluss an die Präsentation der Bürgerbefragungsergebnisse noch ein engagierter Austausch zwischen den BürgerInnen – in Fechenheim ist, das war klar erkennbar, eine breite Front gegen ein verschmutztes und verkotetes Straßenbild aktiv.

Nicole M. Pfeffer berichtete auch von der von ihr mit getriebenen Ladenbesitzerinititative, die sich darum kümmern will, dass der Fechenheimer Innenbereich ein für die Bewohner attraktiveres Angebot bietet. Das, so die Überlegung, macht den Stadtteil wiederum attraktiv für Neuzuzügler. Und die braucht der Stadtteil, denn nur mit genügend Kaufkraft ist sichergestellt, dass auch Fechenheim zukünftig prosperiert. So bedankte sich Herr Keil bei den Anwesenden für 60 Jahre Treue zu seinem Geschäft, betonte aber, dass auch sein Nachfolger nur dann erfolgreich wirtschaften können wird, wenn die Fechenheimer tatsächlich in der Langgass’ kaufen.

Ab September – und an dieser Stelle war Nicole M. Pfeffer ihr Stolz über ihren Erfolg eindeutig anzumerken – wird es im Fechenheimer Zentrum auch wieder einen Metzger geben. Es ist die Metzgerei Meisinger, derzeit schon in Karben und Friedbert tätigl Dieser war auch direkt gekommen, um sich vorzustellen. Er lud 50 interessierte FechenheimerInnen ein, nächsten Samstag eine Bustour zu seinem bereits bestehenden Betrieb in Friedberg zu unternehmen und sich darüber zu informieren, mit welcher Qualität die von ihm angebotenen Ware hergestellt wird. Eine Einladung, mit der er die Herzen der Fechenheimer im Sturm eroberte!

Viele weitere Aktivitäten aller im Stadtteil aktiv tätiger Gruppen und Vereine werden nötig sein, um Fechenheim im Bewußtsein der Frankfurter als “Perle am Main” wieder fest zu verankern.

Wir hoffen, dass wir mit der Bürgerbefragung und unseren anderen Aktivitäten ein paar wichtige Impulse geben konnten, dass diese Aktivitäten einen neuen Schwung bekommen. Und natürlich werden wir auch in Zukunft mit unserer Arbeit dazu beitragen, dass unser Stadtteil lebens- und liebenswert bleibt.

Artikel in der Frankfurter Neuen Presse

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Ergebnis der Bürgerbefragung

Die Auswertung der Bürgerbefragung hat viel Zeit in Anspruch genommen. Sie wurde hauptsächlich von Nicole Pfeffer, die alle Tätigkeiten neben ihrer normalen Tagesarbeit als Beraterin und Coach und neben ihres Engagements zur Belebung der Wirtschaft im Fechenheimer Innenbereich (Ladenbesitzerinitiative) erledigt hat, durchgeführt.

Ein herzliches Dankeschön an Nicole Pfeffer für ihr Engagement. Für die vielen, vielen Stunden der Auszählung, Bewertung und Zusammenstellung der eingegangenen Antworten und für die Darstellung der Ergebnisse.

Im Folgenden können Sie die wesentlichen Ergebnisse der Fechenheimer Bürgerbefragung nachlesen.

Zusammenfassung und Fazit

Die durchgeführte Bürgerbefragung im Stadtteil Frankfurt am Main Fechenheim hatte aufgrund der jüngsten Entwicklung des Stadtteils zum Ziel, die Bürger nach ihrer Meinung zum Thema Wohnen, Arbeiten und Leben in Fechenheim zu befragen und die notwendige Weiterentwicklung des Stadtteils basierend auf den so gewonnenen Erkenntnissen unter Einbeziehung der Wünsche und Bedürfnisse der dort lebenden Menschen zu gestalten.

Die Idee, diese Bürgerbefragung durchzuführen, entstand zunächst im Verein und in der BI Zukunft Fechenheim, die beide die Schirmherrschaft übernahmen. Es lag das Grundverständnis vor, dass einer weiteren Negativ-Entwicklung nur dann entgegengewirkt werden kann, wenn die Bürger zu Wort kommen und sich mit ihrer Meinung und Einstellung einbringen können.

Unterstützung wurde einerseits in den Mitgliedern der BI und des Vereins gefunden, die mit kostenlosen Kopien, Verteilen der Bürgerbefragung wie auch in der Kommunikation tatkräftig mitwirkten. Andererseits wurden weitere Unterstützer in den Ladeneigentümern des Fechenheimer Kernbereichs gefunden, die sich finanziell an den Kosten der Kopien beteiligt haben. Zudem sind die beiden Unternehmen Staples und Steinweden zu benennen, die ebenfalls mit Kopien zur Umsetzung des Projektes beigetragen haben. Unseren herzlichen Dank an alle Beteiligten.

Die Umfrage kann nur in Teilbereichen repräsentativ sein. Dennoch geben die Umfrageergebnisse interessante Hinweise für zukünftiges Handeln.

Fechenheims Bevölkerungsstruktur weist eine Migrationsrate von 52 % auf. 23,8 % der Einwohner bzw. 19,7 % der Bewohner unter 18 Jahren sind BezieherInnen von sozialen Leistungen. Diese Struktur zeigt das Ergebnis der Bürgerbefragung nicht.

Dennoch sind die Verantwortlichen mit dem Ergebnis zufrieden, da es galt, Anregungen zum Stadtteil in Erfahrung zu bringen, die Bürger mit einzubeziehen, wie auch nähere Details über die Bevölkerung zu erfahren.

Insgesamt wurden 8829 Bürgerbefragungen verteilt und 672 Rückläufe sind innerhalb der genannten Frist ausgefüllt, beantwortet und abgegeben worden. Dies entspricht einer Rate von 7,6 %. Der Zeitraum war ursprünglich vom 01.12.2011 bis 15.01.2012 festgesetzt, wurde dann aber bis zum 20.01.2012 verlängert, da insbesondere in den letzten 6 Tagen des ursprünglichen Zeitraums die Rückläuferquote stark ansteigend war.

Dass die Bürgerbefragung die Menschen erreicht und zur Kommunikation angeregt hat, zeigen nicht nur die Gespräche mit den Bürgern, sondern das wird auch in den 89 der 672 Rückläufer deutlich, an die bis zu drei Zusatzblätter angefügt wurden oder wo die Rückseite des Umfragebogens dazu genutzt wurde, um ausführlich die jeweilige Sichtweise/Anregungen zu Fechenheim mitzuteilen.

 

 

 

Die Struktur der Antwortenden kann wie folgt darstellt werden:

  1.  87 % der Antwortenden sind Deutsche.

  2. Der Altersschwerpunkt der Antwortenden liegt ab 45 Jahren und älter.

  3. Beim Bildungsstand hat nur 1 % keinen Schulabschluss angegeben, 27 % hingegen haben die Universität oder Fachhochschule besucht, 48 % haben die Mittlere Reife oder das Abitur.

  4. Das Verhältnis von Wohneigentümern und Mietern ist nahezu ausgewogen.

  5. Zudem ist ein Anteil an Verheirateten von mehr als 50 % aufzuweisen.

  6. Die Anzahl der Arbeitslosen/-suchenden an den Teilnehmern an der Bürgerbefragung liegt bei 1,6 %.

  7. Es haben 9 % der Befragten angegeben, weniger als € 1.000.- Brutto-Einkommen im Monat zur Verfügung zu haben, 27 % gaben mehr als € 3.000.- brutto als verfügbares Einkommen an.

  8. 80 % der Befragten ziehen keinen Umzug aus Fechenheim in Betracht.

  9. 64 % fühlen sich in Fechenheim eher wohl bis wohl.

Ableitend aus den erhobenen Zahlen lassen sich mögliche Korrelationen ableiten:

1. Das generelle Interesse an einer positiven Veränderung des Stadtteils ist vorhanden. Das lässt sich von den teilweise sehr ausführlichen Antworten, den Anregungen und der Emotionalität, mit der geantwortet wurde, ableiten.

Fazit 1: Das ist eine positive Basis für den Stadtteil und die weitere Entwicklung.

2. Mehr als 50 % der beantwortenden Bevölkerung in Fechenheim, die im Eigentum wohnt, hat konkrete Anregungen zur aktuellen Situation und möglicher positiver Entwicklung benannt.

Fazit 2: Bereitschaft der ortsgebundenen Bevölkerung Fechenheims, eine Veränderung zu begrüßen und mitzutragen, ist gegeben.

3. Zwei Drittel der beantwortenden Bevölkerung sieht als wichtigsten Aspekt für eine Lebens-/Wohnqualität eine intakte, saubere Umwelt und die Sicherheit an.

Fazit 3: Es besteht ein großes Bewusstsein für Allgemeingüter wie Umwelt und Sicherheit.

4. Über die Hälfte der Antwortenden ist verheiratet, wohnt länger als 20 Jahre in Fechenheim und hat als wichtigste Aspekte eine saubere, intakte Umwelt sowie Sicherheit benannt.

Fazit 4: Der Großteil der Antwortenden führt ein beständiges, auf dauerhafte Beziehungen ausgelegtes Leben. Setzt man diesen Wert in Zusammenhang mit 3. (Umwelt/Sicherheit), dann lässt sich ableiten, dass ein gesundes und sicheres Lebensumfeld bei der auf Kontinuität ausgerichteten (größeren) Bevölkerungsgruppe ein wichtiges Merkmal für die Entwicklung des Stadtteils sind.

5. Die geringe Anzahl an Antworten mit Migrationshintergrund bildet nicht die repräsentative Gesamtheit von Fechenheim ab.

Fazit 5: Woran liegt dies? Liegen dem geringen Anteil Sprachschwierigkeiten zugrunde oder sind es inhaltliche Gründe, die die Migranten davon abgehalten haben, ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend Antworten einzureichen? Fragen, die von den um Integration bemühten Stellen in Fechenheim aufgegriffen werden sollten.

6. Die häufigen Aussagen zur Unzufriedenheit der Einzelhandelssituation (82 % Unzufriedenheit mit dieser) und drittwichtigster Aspekt für Lebens-/Wohnqualität zeichnen sich als eine der wichtigsten Erkenntnisse aus den erhaltenen Antworten ab. Das fehlende Einzelhandelsangebot wird als viertgrößter Störfaktor benannt.

Fazit 6: Die Bevölkerung sehnt sich nach einem Einzelhandelsangebot in Fechenheim. Dies wird von allen Gesellschaftsschichten gleichermaßen gewünscht und mit der Lebens-/Wohnqualität in unverzichtbare Verbindung gebracht.

 7. Die häufige und ausgeprägte Nennung von den Aspekten ‚Natur’, ‚Nähe zur Natur’, ‚intakte Umwelt’ mit Fechenheim.

Fazit 7: Der Natur- und Umweltbezug von Fechenheim durch die geographische Lage ist ein Merkmal, das Fechenheim positiv auszeichnet und gegenüber anderen Stadtteilen als Vorteil zu bewerten ist.

8. Es ist anhand der Antworten eine große Unzufriedenheit mit dem hohen Migrantenaufkommen zu erkennen.

Fazit 8: Die Integrationsbemühungen im Stadtteil müssen weiter ausgebaut werden, wenn der Stadtteil eine positive Zukunft haben soll.

9. Betrachtet man verschiedene Gruppen von Antwortenden, so lassen sich Wünsche/Anregungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten erkennen:

 

a) ältere Einwohner Fechenheims wünschen sich mehr Sicherheit, mehr Polizeipräsenz, mehr Einkaufsmöglichkeiten, mehr Sauberkeit, mehr Ärzte

b) Familien mit Kindern nennen als wichtigste Punkte: mehr Sauberkeit, mehr Horte/Jugendarbeit, bessere Spielplätze, familienfreundlicher Wohnraum, mehr Stadtteilfeste, mehr Ärzte, besseren Einzelhandel,

c) Teilnehmer an der Bürgerumfrage aus der Gruppe der berufstätigen Einwohner wünschen sich mehrheitlich: bessere Verkehrsanbindung, Restaurants, mehr Einkaufsmöglichkeiten

Fazit 9: Es sind die Themen Sicherheit, Sauberkeit und Einkaufsmöglichkeiten, die bei einer Veränderung gleichermaßen alle erreichen würden.

10. Die überwältigende Mehrheit, nämlich 92 % der Befragten, die sich in ihrer Arbeitssituation wohl fühlen, fühlt sich auch im Stadtteil wohl.

Fazit 10: Fechenheim hat das Potential, ein gesunder Stadtteil mit einer nachfragestarken, im Berufsleben stehenden Bevölkerung zu sein. Ein wichtiger Hinweis für die Akteure in der lokalen Politik, für Vermieter, aber auch für Handel- und Gewerbetreibende am Standort. Wünsche dieser Bevölkerungsgruppe sollten im Fokus der Handelnden stehen, wenn Zukunftsvisionen für den Stadtteil in die Planung umgesetzt werden.

11. Ein sehr hoher Anteil, nämlich 89 % der Antwortenden mit Bildungsstand Fachhochschulabschluss und höher fühlen sich in Fechenheim wohl.

Fazit 11: Gut ausgebildete Bürger haben eine positive Wahrnehmung und Einstellung zum Stadtteil Fechenheim. Dies kann ein Ansatz sein, um weitere Menschen mit diesem Hintergrund für Fechenheim zu gewinnen und einen entsprechenden Zuzug in den Stadtteil zu forcieren.

12. Mehr als die Hälfte der Befragten, nämlich 59 %, sehen kein ausgewogenes Verhältnis zwischen Industrie und Bürgern. 93 % der Befragten benennen AllessaChemie als eher negativ wahrgenommenes Unternehmen.

Fazit 12: AllessaChemie wird stellvertretend für die Industrie gesehen und, so unsere Schlussfolgerung, aufgrund einer nicht wahrgenommenen Balance zwischen den Interessen von Industrie und Bürgern negativ wahrgenommen.

Bemerkungen:

Für Fechenheim-Nord muss eine besondere Betrachtung vorgenommen werden. Die Bürgerbefragung hat ergeben, dass in Bezug auf Fechenheim Nord besondere Aktivitäten vonnöten sind.

a) Hier fehlen grundsätzliche Dinge des Lebens, bspw. ein Geldinstitut für Bankdienstleistungen wie Geld abheben, etc. Cafe, Bäckerei und ähnliches.

b) Abgrenzung durch umständliche Verkehrswege nach Fechenheim-Süd.

c) Die „Außenseiterrolle“ innerhalb Fechenheim gesamt und die fehlende Wertschätzung sowie gefühlte Missachtung müssen aufgelöst werden.

Aspekte, die vor allem junge Familien mit Kindern betreffen, wurden nur bedingt geäußert und benannt.

Es stellt sich daher die Frage, wie wir Fechenheim für Familien mit Kindern interessant machen können, insbesondere da Fechenheims „Kapital“ die naturnahe Lage am Main ist. Es müsste weiter untersucht werden, was eben diese Familien nach Fechenheim ziehen könnte: Preiswerter Wohnraum? Fußläufige Geschäfte für Muttis mit Kinderwagen?

Auch ist anzumerken, dass in den offenen Anmerkungen/Anregungen in über 60 % der Rückläufe der Wunsch geäußert worden ist, eine gemeinsame Begegnungsstätte/Ort für alle Bürger Fechenheims zu schaffen. Es wird der Wunsch nach Gemeinschaft aller Fechenheimer geäußert, und das ist ein positives Zeichen für unseren Stadtteil. Es ist ganz offensichtlich ein starkes Interesse vorhanden, einen neutralen Ort zu haben, an dem sich alle Menschen aus dem Stadtteil begegnen, treffen und austauschen. Menschen von Fechenheim als Basis einer Gemeinschaft, und keine Trennung nach Kulturen oder Interessenlage (wie bspw. Sport-/ Kulturinteresse etc.)

Handlungsempfehlungen

Aufgrund der Auswertungen zeichnen sich drei Schwerpunkte ab:

  1. Einkaufsmöglichkeiten/Einkaufsmeile und öffentliche Verkehrs- mittel.
  2. Integrationsbemühungen müssen weiter ausgebaut werden und von beiden Seiten getragen werden.

  3. Umwelt-, Natur- und Sicherheitsaspekte.

Handlungsempfehlung 1:

Die Einkaufsmöglichkeiten in Fechenheim sollten aktiv verbessert werden. Hier muss nach Wegen gesucht werden, die Dinge des täglichen Bedarfs wieder in Fechenheim anzubieten. Um den Einzelhandel entsprechend dieser Anforderung aufzubauen, bedarf es auch einer Abgrenzung gegenüber bestehenden Einkaufsmöglichkeiten, die in der näheren Umgebung vorzufinden sind, so dass ein mögliches neues/erweitertes Einzelhandels-Angebot von den Bürgern angenommen wird.

Zudem sollte ein zukünftiges Angebot von allen Fechenheimern gleichermaßen erreicht und genutzt werden können.

Handlungsempfehlung 2:

Um ein offenes, aktives und Kultur übergreifendes Miteinander aufzubauen und zu fördern, ist die Ansprache an alle Bewohner Fechenheim zu richten. Fechenheim ist ein Kultur-reicher Stadtteil, der eine Integration aller ermöglichen sollte. So sollte die Auseinandersetzung nicht nur in einzelnen Kulturkreisen sondern übergreifend angeregt und angestoßen werden.

Begegnungsstätte/Ort von und für alle Bürger gleichermaßen sollten aufgebaut werden. Hier ist denkbar, dass sich das neu gestaltete Mainufer als solches etablieren kann. Dies sollte von den Verantwortlichen gefördert und unterstützt werden.

Handlungsempfehlung 3:

Die Erarbeitung einer gemeinsamen Vision in Form einer gemeinsamen Identität, die auf dem Standortvorteil Natur und Umwelt aufbaut. Fechenheimern sollte die naturnahe Lage stärker ins Bewusstsein gebracht und es sollten potentielle Neubürger für den Stadtteil mit diesem Standortvorteil geworben werden. Neubürger, deren Zuzug für einen ausgewogenen Bevölkerungsmix im Stadtteil wichtig ist und die als unsere Nachbarn, als Mieter, als Käufer in den lokalen Geschäften und als Kunden des lokalen Gewerbes eine solide Basis für die Zukunft Fechenheims bieten. Natur- und Umweltaspekte müssen mit so viel Wertschätzung verbunden sein, dass ein Grundverständnis von Sauberkeit und Erhaltung dieses Vorteils für alle in Fechenheim lebenden und wirtschaftenden selbstverständlich wird.

Handlungsempfehlung 4:

Die Gewährleistung von Sicherheit muss durch eine eindeutige Zusage zur Erhaltung der Polizeistation Fechenheim durch die Stadt erfolgen. Erweiternd sollte die Polizei eine ausgewogene Präsenz zeigen und weiterhin durch einen direkten Dialog Bürgernähe beweisen.

Handlungsempfehlung 5:

Ausbau der Familienfreundlichkeit für die Erhöhung des Anteils junger Familien, ebenfalls zur Stärkung eines ausgewogenen Bevölkerungsmixes und zur Schaffung einer zukunftsfähigen Basis mit jungen Leuten, die im Stadtteil aufwachsen und ihn als „ihren“ Stadtteil begreifen. Dazu zählt die Prüfung vorhandenen Wohnraums für Familien, qualitativ gute Spielplätze, ausreichend Kindertagesstätten und Horte sowie die generelle Prüfung des Kinderbetreuungsangebots.

Handlungsempfehlung 6:

Die Verkehrsanbindung insbesondere im öffentlichen Bereich sollten neu diskutiert werden. Dabei sollten die Aspekte Erreichbarkeit, Kosten und Zeitfaktor konkret betrachtet werden.

Zu allen Handlungsempfehlungen liegen konkrete Einzelvorschläge vor, die den mit den entsprechenden Themen befassten Gruppen in Fechenheim zur weiteren Bearbeitung überlassen werden.

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Mach mit! Gemeinsam für ein sauberes Fechenheim

Wir unterstützen diese tolle Aktion und  hoffen auf starke Beteiligung.

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Danke!

Wir bedanken uns auch bei denjenigen, die keinen Zugang zu unserer website haben, mit einer Anzeige im Fechenheimer Anzeiger:


uups: Nachtrag.
Werner Weischedels Engagement für den Stadtteil ist es zu verdanken, dass die Bewegung “Zukunft Fechenheim” entstand. Seinem ersten Aufruf zur Demonstration gegen die Braunkohlenstaubkraftwerke folgte die Gründung der Bürgerinitiative. Aus der Mitte der Bürgerschaft, die über die Braunkohlenstaubkraftwerke ins Gespräch gekommen waren, erwuchs dann der Verein Zukunft Fechenheim e.V.  Werner Weischedel ist eines der Gründungsmitglieder des Vereins Zukunft Fechenheim e.V.
Und natürlich hat auch Werner Weischedel die Anzeige, mit der wir uns bei den Bürgerinnen und Bürgern für die zahlreiche Teilnahme an der Bürgerbefragung bedanken, mit finanziert.

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Oberbürgermeisterkandidaten-Befragung

**** Einladung zur Mitgliederversammlung ****

Die ersten Antworten der Oberbürgermeister-Kandidaten sind eingetroffen. Die Kandidaten Harald Frenzel (parteilos), Jean-Jules Tatchouop (parteilos) und Oliver Schmitt (Die Partei) haben nicht geantwortet.

Die bislang erhaltenen Antworten in der Reihenfolge des Eingangs können Sie durch Anklicken des jeweiligen Bildes lesen.

Rosemarie Heilig (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
website zur OB Wahl

Janine Wissler (Die Linke):
website Janine Wissler

Dr. Ursula Fechter (FAG):
website zur OB-Wahl

Herbert Förster (Piraten):
website Herbert Förster

Boris Rhein (CDU):
website zur OB-Wahl

Carl Maria Schulte (parteilos):
website zur OB-Wahl

Peter Feldmann (SPD)
website zur OB-Wahl

Über die Befragung ist in der Frankfurter Neuen Presse berichtet worden.

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Nicht nur die Bürger…..

Nicht nur die Bürger, sondern auch die Oberbürgermeister-Kandidaten werden befragt.

Hier unsere Fragen an die Oberbürgermeisterkandidaten

Wir sind gespannt auf die Antworten.

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Der Verein Zukunft Fechenheim berichtet

Heute berichteten wir in der Bürgerstunde bei regem Interesse von Bürgern und auch der Presse über unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bürgerumfrage.

In diesen Tagen werden die letzten Bürgerumfragen in die Briefkästen gesteckt. Insgesamt werden es  8.829 Fragebögen sein, die an die Haushalte in Fechenheim verteilt wurden. Der Rücklauf, und dafür möchte ich mich bei den Fechenheimern ganz herzlich bedanken, ist enorm!

Die Umfrage hat, soviel steht jetzt schon fest, dazu geführt, dass die Kommunikation im Stadtteil erheblich zugenommen hat.  Die Bürger sprechen miteinander, nicht nur übere unsere Bürgerbefragung, sondern auch darüber, wie sie sich ihren Stadtteil vorstellen.

Die Auswertung wird von Nicole Pfeffer, der wir für ihr ausserordentliches Engagement und ihren enormen inhaltlichen und zeitlichen Einsatz danken, vorgenommen. Ergebnisse werden wir hier und auch in der Presse veröffentlichen. Beim ersten Durchblättern an Kommentaren und Anregungen für unseren Stadtteil, in dem die Mehrheit gerne lebt, haben wir schon einige Schwerpunkte gesehen:

  • Das Mainufer und seine Bedeutung für die Erholung spielt in der positiven Wahrnehmung der Fechenheimer eine große Rolle. Hierzu habe ich die eine oder andere Anregung gesehen, beispielsweise dass die Bänke nicht nebeneinander (also auf den Fluß blickend), sondern sich gegenüber stehend angeordnet sein sollten, damit man sich besser unterhalten kann. Das Aufstellen von Tischtennisplatten wurde angeregt.
  • Auf den Ortskern sind mehrere Kommentare eingegangen. Die Wettbüros und Spielkasinos werden häufiger kommentiert. Für die Langgass’ wünschten sich mehrere Umfrageteilnehmer eine schönere Gestaltung.
  • Auch einige Ideen für die Belebung der Geschäftswelt wurden geäußert. Der Wunsch, ein vielfältigeres Angebot zum Kauf von Obst und Gemüse zu haben wurde mehrfach zum Ausdruck gebracht. Und auch der Wunsch, wieder eine Metzgerei im Ortskern zu haben.
  • Das Miteinander der verschiedenen Kulturen ist ein immer wieder erwähntes Thema.

Das sind wie gesagt erste Eindrücke.

In den nächsten Wochen geht es an die Auswertung. Die Ergebnisse werden baldmöglichst veröffentlicht und auch an andere in unserem Stadtteil tätige Arbeitskreise, Vereine und Institutionen weitergeleitet, damit wir alle Hand in Hand für die Verbesserung unseres Stadtteils arbeiten können.

Die Frist für die Rückgabe der verteilten Fragebögen ist bis zum 20. Januar verlängert worden. Wir wünschen uns, dass noch recht viele Bögen ausgefüllt zurückkommen. Der Fragebogen kann aus dem Internet auch hier  heruntergeladen werden. Bitte werfen Sie Ihre Rückantwort in den Briefkasten von MmP – Marketing mit Pfeffer- Alt Fechenheim 67, 60386 Fechenheim ein.

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